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WER WIR SIND UND WAS WIR WOLLEN

Am 28.11.2008 haben sich zum ersten Mal Betriebsräte und interessierte Kolleg_innen aus der Persönlichen Assistenz zu einem Bundestreffen in Berlin getroffen. Dort haben wir uns über unsere Arbeitsbedingungen ausgetauscht, eine Resolution(beiliegend) verabschiedet und die Unabhängigen Arbeitnehmer_innenvertretungen in der Persönlichen Assistenz (UAPA) gegründet.

Folgetreffen fanden 2009 in Frankfurt/Main, 2010 in Bremen, 2011 in Frankfurt/Main und 2012 in Freiburg statt, unser letztes Treffen vom 22.-24. November 2013 in Hamburg. Zu den Arbeitnehmervertreter_innen von der Hamburger AG, AG Bremen, Ambulante Dienste Berlin, Lebenswege Berlin, CeBeeF Frankfurt, Fib Marburg, ZSL Erlangen, die schon in Berlin mit dabei waren, kamen bei weiteren Bundestreffen noch Betriebsräte/Kolleg_innen von Ambulante Dienste Münster, AKBN Freiburg. Komm Frankfurt, BDP Dortmund, DRK Köln und ein Kollege aus Rostock, der im Persönlichen Budget arbeitet hinzu.

UAPA vertritt somit über 3000 Arbeitnehmer_innen in der Persönlichen Assistenz!

Unsere Mindestforderungen sind:

  1. Angemessene Lohnhöhe/Zuschläge
  2. Arbeitsplatzsicherheit, angestellt bei dem/der Arbeitgeber_in, nicht bei den Assistenznehmer_innen
  3. Garantierte wöchentliche/monatliche Arbeitszeit
  4. Arbeitszeitsouveränität (z.B. die Möglichkeit, unbezahlten Urlaub zu nehmen...)
  5. Verbindliche Dienstpläne, Arbeitszeitkonten nur bei Arbeitszeitsouveränität
  6. Altersteilzeit, die Möglichkeit lange in diesem Beruf zu arbeiten durch z.B. Hilfsmittel
  7. Verbindliche Fortbildungsangebote
  8. Bewährungsaufstieg, Fortbildungsaufstieg
  9. Personalplanung, Einbeziehung von Betriebsrät_innen und Beschäftigte
  10. Urlaubsregelung nicht unter TVöD Niveau

Wir konnten einiges bewegen seit unserer Gründung 2008. So haben unsere Kolleg_innen des CeBeeF Frankfurt den ersten Tarifvertrag für Persönliche Assistent_innen erstritten. Hier gelten die Arbeitsbedingungen des TVöD-B und die Eingruppierung in EG 5 für Assistent_innen.

Die Stadt als Kostenträger konnte so unter Druck gesetzt werden (von den Kolleg_innen, nicht etwa von der Arbeitgeber_in) dass der Tarifvertrag auch refinanziert wird.

Auch in Bremen wird es bald einen Tarifvertrag geben. Er orientiert sich ebenfalls am TVöD-B und es gibt eine Anbindung an die Lohngruppen des TV-L. Der Tarifvertrag liegt bereits den entsprechenden Gremien zur Genehmigung vor. Den Kostenträgern geht es ähnlich wie in Frankfurt.

Bildungs- und Sozialbehörde Bremen beraten über eine Berufsausbildung „Persönliche_r Assistent_in für Menschen mit Beeinträchtigungen“. Beratungsgrundlage sind u.a. die UAPA Konzepte zur Berufsausbildung, der Bremer Betriebsrat wird sich weiter einmischen.

In Hamburg wird aktuell über einen Tarifvertrag verhandelt. Eine Lohnerhöhung um die 5% scheint sicher, über eine Anbindung an den TVöD wird weiter gesprochen.

Die Kolleg_innen der Ambulanten Dienste Berlin konnten mit einer Betriebsvereinbarung die Situation für die Beschäftigten deutlich verbessern.

Beim AKBN in Freiburg haben es die Kolleg_innen mit viel Engagement geschafft, substantielle Verbesserungen durchzusetzen. … und wir machen weiter.

Diese Beispiele zeigen, was möglich ist, wenn Kolleg_innen solidarisch zusammenstehen. Unser bundesweite Netzwerk UAPA hilft uns dabei. Wir werden, wie bisher auch, uns weiter gegenseitig beraten und unterstützen.

Ziel ist es, bundesweit Mindest-Standards durchzusetzen, möglichst mit Tarifverträgen. Die UAPA steht allen in der Persönlichen Assistenz Beschäftigten offen, ob Du Betriebsrät_in bist, im Persönlichen Budget arbeitest oder bei einem Assistenzträger angestellt bist.